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Prinzessin Aiko gibt bei erster Pressekonferenz ein Versprechen ab

Prinzessin Aiko hat bei ihrer ersten Pressekonferenz ein Versprechen abgelegt. Sie möchte ihre Pflichten nach bestem Gewissen erfüllen.

Prinzessin Aiko von Japan

Im hellgelben Kostüm trat Prinzessin Aiko vor die Presse. Perlenschmuck und Brosche lassen sie erwachsener wirken. © picture alliance/dpa/POOL Sankei Shimbun | Pool

Prinzessin Aiko möchte ihre Pflichten erfüllen

Großer Auftritt für Prinzessin Aiko. Am Donnerstag (17. März) gab die Japanerin ihre erste eigene Pressekonferenz im Kaiserpalast. Ganz allein stellte sie sich den Fragen der Reporter. Anlass war ihr 20. Geburtstag im Dezember. Noch erreichen Japaner ihre Volljährigkeit mit 20. Ab April gilt der 18. Geburtstag als entscheidend.

Die Pressekonferenz musste Prinzessin Aiko mit einem traurigen Thema beginnen. Die Tochter von Kaiser Naruhito sprach den Opfern des starken Erdbebens im Nordosten Japans ihr Mitgefühl aus. Zahlreiche Menschen wurden verletzt und haben ihr Zuhause verloren.

Als Nächstes machte die Adlige ihren Landsleuten ein Versprechen. Sie möchte ihre Pflichten „nach bestem Wissen und Gewissen“ erfüllen. „Im Moment werde ich meinem Studium Priorität einräumen, aber ich werde mein Bestes tun, um Ihren Majestäten zu helfen“, versprach die Japanerin. Zudem betonte die Studentin, dass sie jede ihrer Pflichten zu schätzen weiß. Die Adlige bedankte sich laut „Kyodo News“ zusätzlich bei all jenen, die sie auf ihrer bisherigen „Reise“ unterstützt haben.

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Auf die Frage nach ihren Hobbys erzählte die 20-Jährige, dass sie sich gerne um Tiere kümmert. Die Familie hat einen Hund. Auch Sport und Musikhören zählen zu ihren liebsten Freizeitbeschäftigungen. Die Enkelin von Ex-Kaiser Akihito studiert aktuell japanische Literatur an Gakushuin-Universität in Tokio. Zusätzlich erhält die Kaisertochter Privatunterricht in Englisch und Spanisch.

Prinzessin Aiko

Aiko ließ sich nicht von der Presse einschüchtern. Sie hat ihre Aufgabe souverän gemeistert. © picture alliance/dpa/POOL Sankei Shimbun | Pool

Kaiserhaus ignoriert Wünsche des Volkes

Wenn es nach der aktuellen Gesetzeslage geht, hat Prinzessin Aiko keine Chance auf den Thron. Im japanischen Kaiserfamilie nämlich die männliche Erbfolge. Sollte die Studentin einen Bürgerlichen heiraten, muss sie das Kaiserhaus sogar verlassen und auf ihre Privilegien verzichten. Die Japanerin räumte jedoch ein, dass „die Ehe für mich in der Ferne liegt“.

Eine deutliche Mehrheit der Japaner spricht sich für Frauen auf dem Chrysanthementhron aus. Laut einer Umfrage von „Kyodo News“ würden 80 Prozent auch eine regierende Kaiserin akzeptieren. Doch im konservativen Kaiserhaus stößt diese Möglichkeit trotz Mitgliederschwund auf Ablehnung. Denn noch ist die Thronfolge gesichert. Nach Kaiser Naruhito würde dessen jüngerer Bruder Kronprinz Fumihito das Zepter übernehmen. Er kann auch seinen Sohn vorweisen. Weiterlesen: Aiko von Japan spricht über ihre Heiratspläne.

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